Informationen
Vor hundert Jahren, am 9. Januar 1902, wurde Hans Gutgesell in Offenbach am Main geboren, am 14. August 1910 sein Bruder Fritz. Hans Gutgesell wurde ein bekannter Offenbacher Maler, der in der Nachkriegszeit den Weg der Abstraktion ging, sein Bruder Fritz entwickelte sich im Laufe seines kurzen Lebens zu einem beachtenswerten Schriftkünstler. Beide gingen in der Firma Gebrüder Kling-spor in die Lehre, Hans als Zeichner und Retuscheur, Fritz einige Jahre später als Schriftsetzer. Sie besuchten nebenher die Kunstgewerbeschule der Technischen Lehranstalten (heute Hochschule für Gestaltung). Hans studierte bei Professor Ludwig Enders und Professor Rudolf Koch, Fritz bei Professor Ernst Engel und Professor Rudolf Koch. Nach seiner Ausbildung als Schriftsetzer wirkte Fritz an verschiedenen Orten, unter anderem in Florenz. Durch vermehrt auftretende epileptische Anfälle mußte er im Laufe der Jahre jedoch seinen Beruf aufgeben. Von 1939 bis 1941 wohnte er bei seinem Bruder und war hauptsächlich als Schriftschreiber tätig. Im Januar 1941 wurde Hans Gutgesell zum Militär eingezogen, Fritz übersiedelte in das Pflegeheim Hepatha bei Schwalmstadt-Treysa, wo er als Schriftschreiber große Beachtung und Anerkennung fand. Sein Leben endete bereits mit sechsunddreißig Jahren während eines epileptischen Anfalls am 6. Dezember 1946. In der Gedächt-nisausstellung sind die Schaffensphasen von Hans Gutgesell und zum ersten Mal auch Arbeiten seines Bruders Fritz zu sehen. – Die Ausstellung zeigt Werke aus Familien- und Freundesbesitz und aus den Beständen sowohl des Klingspor-Museums als auch des Hauses der Stadtgeschichte.
Anfahrt
Werbung









Kommentare