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Im Jahr 1972 wurde im Süden der Rumpenheimer Feldgemarkung ein Grab der Älteren Eisenzeit (Hallstattzeit) entdeckt. Es enthielt eine für unsere Gegend außergewöhnliche Grabbeigabe: die Überreste eines vierrädrigen keltischen Wagens. Bei den Grabungsarbeiten waren die Archäologen zunächst auf eine Ansammlung von ortsfremden Kalk- und Basaltbruchsteinen gestoßen, die zu einer zusammengestürzten Grabkammer gehörten. Vermutlich bestand die Kammer aus einer Holzkon-struktion, die außen von steinernen Trockenmauern abgestützt war. Üblicherweise wurde über sol-chen Anlagen ein großer Hügel aufgeschüttet. Nach anthropologischen Untersuchungen handelt es sich bei dem Toten um einen etwa 1,73 m großen Mann, der im Alter von etwa fünfzig Jahren gestorben war. In gestreckter Rückenlage auf dem hölzernen Wagen beigesetzt, lag rechts neben dem Toten eine Lanze mit eiserner Spitze, worin eine Bronzeverzierung eingelegt worden war. Ein eisernes Hiebmesser fand sich neben dem linken Bein, außerdem war dem Verstorbenen ein Rasiermesser beigegeben worden. In Reichweite der linken Hand lagen als rituelle Fleischbeigabe ein Vorderbein und Teile des Kopfes eines jungen Schafes oder einer Ziege. Ein großes Kegelhalsgefäß und ein Schälchen aus Keramik vervollständigten die Grabausstattung. Von den Wagenrädern sind die eisernen Radreifen und Nabenbeschläge erhalten geblieben.

 

 

 

 

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