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Opera drammatica in drei Akten von Alessandro Scarlatti
Die Oper „Didone delirante“ stammt aus der Feder des Barockkomponisten Alessandro Scarlatti und wurde seit über 300 Jahren nicht mehr aufgeführt. Jetzt haben Gesangsstudenten der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und die Lautten Compagney Berlin die Oper für die Bühne zurück erobert. Auch in dieser Didone geht es um die bekannte Geschichte von Dido und Aeneas. Im Gegensatz zu Purcells Dido und Aeneas endet Scarlattis Erzählung über die Königin von Karthago nicht in einer unglücklichen Liebe und im Freitod, sondern zeigt der Heldin den Weg der Rettung und Heilung durch Liebe und Bewusstseinswandel.
Dass diese verschollen geglaubte Oper nun wieder zu hören ist, ist einer turbulenten Verkettung von Zufällen aber auch dem Engagement einzelner Initiatoren zu verdanken. Die einzig erhaltene Partitur des Stücks ging mitsamt dem Archiv der Sing-Akademie Berlin in den Kriegswirren 1945 verloren. Erst 1999 gelang es Forschern der Harvard Universität das verschollene Archiv, das als eine der reichsten historischen Musiksammlung des 18. Jahrhunderts gilt, in der Ukraine ausfindig zu machen. Zwei Jahre später konnte es schließlich wieder nach Berlin zurückkehren. Im Auftrag der Weimarer Musikhochschule wurde die Partitur der Scarlatti-Oper schließlich überarbeitet und komplett neu erstellt. Im Jahr 2011, feiert das „Comeback“ des barocken Opernschatzes sein 10jähriges Jubiläum, was für die Lautten Compagney Beweggrund ist, dieses Juwel dem Publikum vorzustellen.
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