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Ausstellung des Kunstforums Seligenstadt in Galerie und Basilika
Eine Ausstellung von besonderem künstlerischem Wert ist vom 22. Januar bis zum 25. März dieses Jahres in Seligenstadt zu Gast. Das Kunstforum Seligenstadt präsentiert in der Galerie „Altes Haus“ sowie in der Basilika eine Auswahl grafischer Werke von Emil Schumacher (1912 – 1999), der als der bekannteste Vertreter der deutschen informellen Kunst gilt. Er vermittelte der Malerei der Nachkriegszeit wesentliche Impulse und hat seit den fünfziger Jahren mit seinen abstrakten expressionistischen Bildern eine Schlüsselstellung in der deutschen Kunst. 2012 hätte Schumacher seinen hundertsten Geburtstag gefeiert – dies war Anlass der Jubiläumsausstellung des Kunstforums.
In der Galerie in der Frankfurter Straße geben 45 Exponate einen Einblick in das grafische Werk des Künstlers. In der Basilika ist der aus 18 Originalgraphiken bestehende Zyklus „Genesis“ zu sehen: Diese Arbeiten zum Buch Genesis von der Schöpfung der Welt bis zum Turm von Babel rücken Schumachers Spätwerk in den Fokus. Die Genesisfolge entstand im Winter 1998, weniger als ein Jahr vor dem Tod Schumachers in seinem Hagener Atelier. Sie zeigt die enorme und bis ins hohe Alter des Künstlers anhaltende Schöpfungskraft.
Schumachers Arbeiten sind allesamt von großer Ausdrucksstärke und betonen die Materialität der Farbe. Sein Werk zeigt seinen Betrachtern die Ambivalenz der beiden im 20. Jahrhundert einander gegenübergestellten Begriffe der Abstraktion und Gegenständlichkeit und löst sie geradezu spielerisch auf. Schumacher fand mit seinem Schaffen höchste Anerkennung im In- und Ausland und wurde durch zahlreiche Preise und höchste Ehrungen ausgezeichnet. Zudem lehrte er als Professor an verschiedenen in- und ausländischen Hochschulen. In seiner Heimatstadt Hagen wurde zu seinen Ehren im Rahmen des Kunstquartiers Hagen das Emil-Schumacher-Museum neu erbaut und 2009 eröffnet.
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