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Die Werke des Künstlers Bernd Krebs entstehen als Zeugnisse einer innernen Haltung in einem Prozess äußerster Strenge. Sie sind geprägt von skrupulöser Abwägung der gestalterischen Mittel bis hin zur Zerstörung von Begonnenem, von Ausgeführtem. Die Bilder sind aufgeladen mit eigenem Empfinden und verfügen damit über eine Eigenwirklichkeit, die letztlich außerhalb des Darstellbaren liegt. Es geht um das, was keiner menschlichen Konzeption noch Übereinkunft folgt, sondern das aus sich selbst heraus da ist - das Lebendige.
Krebs arbeitet nicht losgelöst vom sozialen, vom politischen Erleben. Es bietet ihm Ausgangspunkte, die sich in seinem Werk zuweilen im Spiel mit Worten und Begriffen äußern, die wiederum als "Fundstücke" in das Bild integriert werden. Zu diesen Signalen tritt die gestaltete Form aus Farbe, Substanz, Struktur, Licht und Schwärze in einen Dialog, ohne dass sich das Bild dabei aber zur abbildenden Programmatik eines Textes oder Begriffes entwickeln würde. Der Begriff des "Magmatischen" umfasst zunächst das sinnlich Haptische seiner Arbeiten, die oft wie aus einem Urgrund hervorgequollen erscheinen, deren Oberfläche, eher einer belebten Haut ähnlich, unter den Extremen der Umgebung aufreißt, sich verändert, erstarrt, bricht und sich zu scheinbar neuen Formen zusammenschließt. "Magmatisch" umschreibt etwas, das kraftvoll dort entsteht, wo vorher nichts war. Aus sich heraus, ohne Zutun. Dieser gedankliche Prozess, der Form wird, ist das Thema der Kunst von Bernd Krebs.
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