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Poesie, Magie & Prag
Tripolis Praga – die Stadt dreier authentischer Kulturen, tschechischer, deutscher und jüdischer, übt seit Jahrhunderten eine besondere Magie auf die Phantasie von Künstlern aus. Einige der größten europäischen Legenden wie die vom aus menschlicher Hand und geistgebendem Wort geschaffene „Golem“-Figur sind dort beheimatet, und wesentliche Impulse zur Moderne gingen von Prag aus – wie von Franz Werfel oder Franz Kafka. Aber auch schon Wolfgang Amadeus Mozart schrieb für Prag nicht irgendeine Musik, sondern sein dämonischstes Musikdrama und im Vorgriff einen Grundstein der Romantik überhaupt, den „Don Giovanni“. In ihrem Geist entstand als Schwesterstück die „Prager Sinfonie“, die das untergründige Glühen der Oper prachtvoll ins Sinfonische überträgt. Christian Schumann, aufstrebender Dirigent und Komponist mit ersten bedeutenden internationalen Engagements, schreibt für dieses Programm Orchesterlieder auf charismatische, mal schattenreiche, mal emphatische Texte aus Prager Jugendstil und Expressionismus, musikalisch beeinflusst von den Entstehungssphären der Literatur.

Leoš Janáček schrieb 1891 seine charakterstarke Suite für Orchester – der mährische Komplementär zum Böhme Dvorák, aber, eine halbe Generation jünger, eben schon an der Schwelle zu Spätestromantik und letzten Endes früher Moderne.

Leoš Janáček
Suite op.3

Christian Schumann
Gesänge aus Prager Jugendstil und Expressionismus

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie D-Dur KV 504 „Prager“

 

 

 

 

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