31 Januar, 2012 - 0 Kommentare, 123x gelesen | 123x gelesen
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Offenbach am Main - Filmfestival Offenbach vom 3. bis 7. März 2012

Kinoerwachen 2012


KINOERWACHEN geht in die nächste Runde und wird auch in der zweiten Auflage für besondere und überraschende Unterhaltung sorgen. Wanderte das durch das Forum Kultur und Sport der Stadt Offenbach präsentierte Festival 2010 quer durch Offenbach, wird es 2012 ins DLM (Deutsches Ledermuseum) ziehen und dort kulinarischen Filmgenuss mit entsprechenden lukullischen Leckerbissen verbinden.


Delicatessen

Jeder der fünf Festivaltage wird unter einem anderen Motto stehen und da das Festival in diesem Jahr nicht reist, wird natürlich das Museum immer in ein neues und zum Film passendes Gewand gesteckt. KINOERWACHEN 2012 steht somit ganz in Zeichen des kulinarischen Films und bietet ein genussfreudiges Festivalprogramm mit qualitativ hochwertigen Gaumenfreuden.

Jeder kann immer frei entscheiden, ob er sich nur den Film ansehen möchte oder ob er das kulinarische Extra mitnimmt, daher besteht stets die Option, auf das Essen zu verzichten und nur zum Film zu kommen. Aus diesem Grund gibt es neben der Kinokarte eine Genussumlage.

Samstag - 3. März
Solino (Fatih Akin; Deutschland 2002, 120 Min., FSK 12)

Zum Startfilm „Solino" wird das Restaurant Trattodino die Besucherinnen und Besucher mit italienischen Köstlichkeiten vom Feinsten verwöhnen und beweisen, dass Essen wirklich glücklich machen kann. Über den Zeitraum von zwanzig Jahren erzählt Fatih Akin in dem Episodenfilm die frei erfundene Geschichte der Familie Amato, die im tristen Duisburg der 60er Jahre die erste Pizzeria, benannt nach der fernen Heimat: Solino, im Ruhrgebiet eröffnet. Die Geschichte um die Pizzeria dient als Schlüssel für eine Erzählung, die die unterschiedliche Entwicklung der Menschen trotz gleicher familiärer Prägung darstellt. Es geht um die individuellen Entscheidungen der einzelnen Familienmitglieder für den einen oder den anderen Lebensweg, für die eine oder andere Auffassung von Heimat, Liebe, Moral und Glück. Die Verwirklichung des persönlichen Wegs vom Glück mit allen seinen Facetten steht im Vordergrund und macht die unnachahmliche Stärke des Films aus.

Sonntag - 4. März
Chocolat (Lasse Hallström; GB/USA 2000, 121 Min., FSK 6)

Der Sonntag steht mit „Chocolat" ganz im Zeichen des süßen Naschwerks und das Publikum darf sich auf edle Confiserie und Rotwein freuen. Juliette Binoche in einer ihrer schönsten Rollen als Vianne Rocher, die mit ihrer Tochter Ende der 50er Jahre in einem kleinen verschlafenen französischen Nest eine Chocolaterie eröffnet und damit das Leben eines ganzen Dorfes umkrempelt. Wie zu guter Letzt auch der bigotte Bürgermeister des Ortes bekehrt wird, erzählt der Film in poetischen Bildern, die einen gleich zur Schokolade greifen lassen. Und alle Diätvorsätze sind hiermit vergessen!

Montag - 5. März
Delicatessen (Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro; Frankreich 1991, 95 Min., FSK 16)

Der Montag bietet mit „Delicatessen" schwarzen Humor und das Fingerfood wird garantiert munden. Eine Stadtruine nach einem Atomkrieg, einem Meteoreinschlag oder einem ähnlichen Desaster bildet das Setting für eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten. Die groteske Rahmenhandlung des Films und besagte bizarre Kulisse bieten den verschrobenen und komischen Charakteren des Films den idealen Spielplatz. Die Hausgemeinschaft bildet einen gesellschaftlichen Mikrokosmos und über allen schwebt die Notwendigkeit der Nahrungsmittelbeschaffung.

Dienstag - 6. März
Sideways (Alexander Payne; USA 2004, 121:47 Min., FSK 6)

Am Dienstag können Sie sich mit „Sideways" dem Weingenuss verschreiben und vor dem Film eine Weinprobe genießen. Begleiten Sie anschließend Miles, einen geschiedenen Lehrer und Weinliebhaber, der seit Jahren an einem Roman schreibt, und seinen besten Freund Jack, der sich als Schauspieler für Werbespots über Wasser hält, auf der Reise in die Weinanbaugebiete Kaliforniens nach Santa Ynez Valley. Der Film beschreibt liebevoll und präzise mit subtiler, wundervoller Komik menschliche Eigenarten und Schwächen. Heraus kommt eine Geschichte voll unwiderstehlichem Charme und sanfter Lebensweisheit.

Mittwoch - 7. März
Zimt und Koriander (Tassos Boulmetis; Griechenland 2003, 103 Min., FSK 0)

Und zum Abschluss „Zimt und Koriander". Es kochen die im Stadtteilbüro Nordend engagierten Damen, welche exzellente türkisch-griechische „Hausmannskost" bieten. Der Film ist eine Hommage an die Menschen, die sich heute noch „Konstantinopler" nennen. Griechen, die bis Anfang der 60er Jahre in Istanbul lebten und nach ihrer Flucht ins Mutterland sich nie ganz assimilieren konnten. Es ist die persönlich erzählte Geschichte von Fanis Iakovidis, einem griechischen Dozenten für Astrophysik, der in Athen lebt. Als sein noch in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, lebender Großvater Vassilis erkrankt, erinnert sich Fanis in Rückblenden an seine Kindheit, die Vertreibung aus der Türkei, an das Kochen und seine Freundin. Tassos Boulmetis hat mit feinem Humor gespickt eine melancholische und sinnliche Familienkomödie inszeniert, die den Wahnsinn und die damit zusammenhängenden Schicksale des Nationalitätenstreits zwischen Griechen und Türken thematisiert.

Weitere Informationen werden ab 1. Februar 2012 unter www.offenbach.de/kultur bekannt gegeben.


Die Zeiten:

18:45 Uhr Einlass
ab 19 Uhr Leckerbissen
20 Uhr Filmstart
Eintritt für den Film: 5 EUR
Genussumlage: 5-10 EUR




Von meinJournal


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