02 Februar, 2012 - 0 Kommentare, 132x gelesen | 132x gelesen
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Main-Kinzig-Kreis

SPESSARTregional als Modellregion ausgewählt


Ländlicher Raum des Main-Kinzig-Kreises nimmt am bundesweiten Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge teil – Fördermittel für eine Regionalstrategie


SPESSARTregional erhält Bescheid über Teilnahme am Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge, …

Als eine von 21 Modellregionen wird SPESSARTregional gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis sowie weiteren Kooperationspartnern in den nächsten zwei Jahren Lösungsansätze entwickeln, wie die für eine regionale Daseinsvorsorge erforderlichen Infrastrukturen dem demografischen Wandel angepasst werden können. Mit der Teilnahme an dem Modellvorhaben des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) stehen der Region dafür Fördermittel in Höhe von 126.000 Euro zur Verfügung. „Dies ist ein weiterer Meilenstein für die hessischen Spessartgemeinden, die sich als LEADER-Region bereits dem Thema angenommen haben", unterstreicht Verbandsvorsitzender Lothar Büttner.

Im Mittelpunkt der zu erarbeitenden Regionalstrategie stehen die Themen Wohnortnahe Grundversorgung, Verkehr und Mobilität sowie Entwicklung der Ortskerne. Damit baut der Verband auf Themen auf, die er in den vergangenen zwei Jahren unter anderem mit LEADER-Mitteln analysiert hat. Sie legen offen, wo in den Mitgliedskommunen der dringlichste Handlungsbedarf besteht. „Die Versorgung der einzelnen Ortsteile mit medizinischen Leistungen sowie mit Waren des täglichen Bedarfs sind zentrale Themen", berichtet Verbandsvorsitzender Lothar Büttner, „doch auch die Entwicklung der Ortskerne stellt die Region vor große Herausforderungen, da in vielen Dörfern ein hoher Anteil leer stehender Gebäude zu verzeichnen oder zu erwarten ist".

Für diese neuen Herausforderungen innovative Lösungsansätze zu finden, darin will das Aktionsprogramm des BMVBS die ausgewählten Regionen finanziell und fachlich unterstützen und setzt dabei auf regionale Kooperationen. SPESSARTregional kann für diesen Prozess auf ein gut funktionierendes Netzwerk aufbauen. Neben den Fachabteilungen des Main-Kinzig-Kreises und den Mitgliedskommunen und -organisationen von SPESSARTregional konnten weitere Kooperationspartner wie das Ärztenetz Spessart eG und die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH gewonnen werden. Fachliche Unterstützung erhielt die Region vom Institut für ländliche Strukturforschung (IflS) und vom Beratungsbüro stadt.land.freunde. Der Prozess wird zudem vom Ersten Kreisbeigeordneten Dr. André Kavai in der Lenkungsgruppe getragen. Auch eine breite Bürgerbeteiligung ist gefragt und wird durch drei Regionalkonferenzen ermöglicht.

Ein Konzept, das überzeugt hat. Unter rund 150 Bewerbungen schaffte es SPESSARTregional zunächst in die zweite Runde von 50 Regionen. Anhand ihrer Konzepte wählte eine externe Jury unter Leitung von Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth letztlich 21 Modellregionen aus. Diese wurden bei der Starterkonferenz des Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge Anfang Dezember in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet – in Hessen wurden weiterhin der Vogelsbergkreis sowie der Kreis Hersfeld-Rotenburg ausgewählt – und spiegeln hinsichtlich Siedlungs- und Trägerstrukturen sowie betroffener Infrastruktursektoren eine große Vielfalt wider.

„Demografischer Wandel macht auch an den Randgebieten von Ballungsgebieten nicht halt", betont Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai, „und so stehen auch die ländlichen Kommunen im Main-Kinzig-Kreis vor großen Herausforderungen. Die Teilnahme von SPESSARTregional an dem Aktionsprogramm ist eine große Chance, in breiter Kooperation neue Wege auszuloten und die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums zu sichern."




Von meinJournal



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