Die Maschinen von LEONARDO DA VINCI
Die City Galerie widmet sich in einer neuen, interaktiven Ausstellung den Maschinen des Florentiner Universalgenies Leonardo da Vinci (1452-1519). Die Besucher sind eingeladen, anhand von 30 Modellen – die Hälfte davon ist interaktiv – und ebenso vielen Skizzen und Didaktischem, die Vorstellungskraft des genialen Erfinders aus der Renaissance-Zeit zu erforschen.
Sich in die Lüfte erheben, übers Wasser gehen, unbesiegbar sein?
Die großartigen Fähigkeiten der Natur nachahmend, ist für Leonardo da Vinci nichts unmöglich. Von einem mit den Flügeln schlagenden Fluggerät „wie die Gangart eines Pferdes" über ein „Skorpionschiff" bis hin zu einem menschlichen Automaten sind die Träume und Verwirklichungen dieses Gelehrten in der City Galerie zu bestaunen.
Schwimmschuhe und Sprung in die Tiefe
Einerseits bringen uns seine Schwimmschuhe zum Schmunzeln, andererseits wurde erst vor wenigen Jahren ein Fallschirmsprung mit einem vor 500 Jahren (!) von Leonardo da Vinci entworfenen Fallschirm erfolgreich absolviert. Man kann sich ja heute fragen: Wofür zeichnete jemand um das Jahr 1500 einen Fallschirm? Um vielleicht aus einem Flugzeug zu springen? Oder aus dem – auch von ihm entworfenen – Helikopter?
Jeder Epoche seine Maschinen
Die Ausstellung zeigt, dass sich Leonardo Da Vincis Werk nicht nur auf mehr oder weniger realistische Projekte beschränkt, sondern auch den Bedürfnissen der Industrie des 15. Jahrhunderts Rechnung trägt. Ein automatischer Hammer, das Getriebe oder das Kugellager sind ebenso künstlerische Werke wie die dazugehörigen Zeichnungen. Es ist spannend, sie alle heute aus einem historischen Gesichtspunkt wiederzuentdecken. Sogar „Leonardos Fahrrad", von dem die Zeichnung erst neulich in den 80er Jahren auf äußerst unglaubwürdige Weise aufgetaucht war, wurde Platz eingeräumt.
Als Künstler und Wissenschaftler lebte da Vinci von der Unterstützung einflussreicher Persönlichkeiten seiner Epoche und erforschte auch das lukrative Gebiet der militärischen Rüstungsentwicklung. Einige dieser Kriegsmaschinen, wie die Schiffskanone oder eine Splitterbombe, sollen die Besucher an die Einführung des Gebrauchs von Kanonen in Schlachten und an den Rüstungswettlauf erinnern, an dem sich die Wissenschaftler jener Zeit beteiligten – eine bis heute unveränderte Tatsache!
Spielen und entzückt sein
Die wissenschaftliche Vorgehensweise von Leonardo da Vinci ist sehr praxisbezogen und in der Beobachtung des Alltäglichen verwurzelt. Dank zahlreichen interaktiven Einrichtungen ist „spielen und entzückt sein" der Leitsatz dieser Ausstellung in der City Galerie, die die verkannten Facetten dieses Genies ehrt: An einer Kurbel drehen, um Idee und Bewegung Leonardos Erfindung zu verstehen. Einmalig.
Von meinJournal
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