29 September, 2011 - 0 Kommentare, 1973x gelesen | 1973x gelesen
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Freigericht - Irgendwann trifft es jeden!

Hotel Mama vs. erste eigene Wohnung


Irgendwann kommt jeder an den Punkt, wo es heißt, Veränderungen annehmen, erwachsen werden und auf eigenen Beinen stehen. Von was ich rede? – Natürlich von der ersten eigenen Bude. Weit weg von zuhause und ohne gut gekochtes Essen von der lieben Mama.


Bild: picturia / Fotolia

Papa kann die ekligen Spinnen nicht mehr aus der Dusche vertreiben, nach einem schlechten Tag wartet nicht mal schnell eine Umarmung der Liebsten und die Hausarbeit bleibt für einen allein. Statt Papa den Spinnenheld muss dann der Staubsauger herhalten, das Telefon ersetzt persönliche Gespräche mit den Eltern und der Besen liegt in der eigenen Hand.

Trotzdem freut sich jeder auf seine erste Wohnung. Nicht mehr unter der Überwachung der Eltern stehen – auf eigenen Beinen stehen. Man ist sein eigener Herr. Keiner sagt, mach mal dies oder mach mal jenes. Ob die Wohnung heute oder morgen geputzt wird, alles die eigene Verantwortung aber auch die eigene Entscheidung.

Die einen fiebern auf den Auszug hin, kaufen sich die Möbel, richten sich in Gedanken ein, packen voller Aufregung die Kartons und planen gerne daran. Der andere Teil zögert den Tapetenwechsel soweit es geht hinaus. Lieber noch ein paar Jahre die Vorzüge des Hotel Mama genießen und sich etwas verhätscheln lassen, als auf eigenen Beinen stehen. Aber irgendwann trifft es dann doch jeden. Der Wunsch mit der großen Liebe zusammenzuziehen oder der Ruf der Großstadt ist einfach zu groß. Vielleicht führt aber auch die Ausbildung oder der Job weg von der Heimat.

Egal was es ist, wir freuen uns alle früher oder später darauf. Ob weit weg oder lieber etwas näher, egal wie lange, ob für immer oder bald zurück, WG oder alleine, das wichtigste ist doch, auf eigenen Beinen zu stehen und sich wohlzufühlen. Und genau da sind die Freiheiten in den eigenen vier Wänden riesig – ist ja schließlich nur der eigene Wille der zählt.

Klar ist der ganze Aufwand auch mit viel Stress verbunden. Von der Wohnungssuche über das Kaufen der Möbel bis hin zum Tag des Umzugs und zum Aufbau der ganzen Möbel. Aber mit einer guten Planung ist das ganze doch halb so schlimm und die ganzen Dekorationsarbeiten machen dann alles wieder weg. Wenn erst einmal die erste Party gestiegen ist und man sich so richtig eingelebt hat, dann sind doch alle Strapazen wieder ganz schnell vergessen.

Die erste eigene Wohnung ist eben etwas ganz besonderes. Wir werden uns ewig daran zurückerinnern. Wie haben wir gewohnt, wo haben wir gewohnt und was für ein tolles Gefühl das war. Die Zeiten ändern sich eben. Aus kleinen Leuten werden große Leute und aus kleinen Kinderzimmern werden vielleicht irgendwann große Häuser.

Aber denkt daran, manchmal kommt alles anders als man denkt. Nehmt euer Schicksal an. Man weiß nie, für was es gut war – der Wink mit dem Zaunpfahl ;-)

Eure Jane

Freut euch auf die nächste Ausgabe! Mein Thema für euch: Zukunftsmusik – Der lange Weg zum Traumjob




Von meinJournal
© Laura Wittmann


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