31 Oktober, 2011 - 0 Kommentare | 745x gelesen
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No risk, no fun...

Schüler der Hohen Landesschule auf Besuch bei Bullen und Bären


An diesem Morgen traf sich die Klasse 9F der Hohen Landesschule Hanau (HOLA) nicht im Klassenraum, sondern am Hauptbahnhof. Ziel der anstehenden Reise: eine Besichtigung des Frankfurter Börsenparketts und ein Vortrag über das „Planspiel Börse“, an dem die Schüler der HOLA teilnehmen wollen. Nachdem die Schülergruppe Frankfurt erreicht hatte, war das erste Ziel das Gebäude der Frankfurter Sparkasse, wo sie von Thomas Walther, der das „Planspiel Börse“ betreut, freundlich empfangen wurden.


Lehrerin Dingel mit der 9F vor der Börse in Frankfurt
Walther klärte die Holaner nicht nur darüber auf, wie das Planspiel funktioniert, sondern auch über den Börsenhandel im Allgemeinen. Zusammenfassend könnte man Walther auch mit dem Satz wiedergeben: „no risk, no fun“, so eine Schülerin der 9F. Der Aktienhandel sei ein riesiges Glücksspiel, an dem sich Aktiengesellschaften aus aller Welt beteiligten. An der Frankfurter Börse würden zurzeit 11748 Wertpapiere gehandelt. Natürlich spiele an der Börse nicht nur Glück eine Rolle, ein gewisses Know-how und ein Gespür für Zeit sind ebenfalls wichtig. – Die Schüler diskutierten aber auch über das kritische Thema, warum es Griechenland aktuell so schlecht geht und welche Lösungswege sinnvoll sind in Bezug auf die herrschende Finanzkrise.

Der Mitarbeiter der Frankfurter Sparkasse führte die Schülerinnen und Schüler nach der anregenden Diskussion in die Regeln des internetbasierten Planspiels ein: Hier steht allen teilnehmenden Gruppen am Anfang ein Spielgeld von 50.000 Euro zu. Dieses soll innerhalb von 10 Wochen durch den Kauf von Aktien gewinnbringend vermehrt werden. Wichtig ist beim Börsenhandel auch, politische Ereignisse nicht aus dem Blick zu verlieren, denn alles kann sich auf den Aktienmarkt auswirken. Die Konkurrenz bei diesem Planspiel ist groß, da etwa 300 Teams teilnehmen. – Nach den Erklärungen zum Spiel gab es leckere Brötchen und gestärkt ging es dann weiter zum Börsengebäude. Sofort fiel den Schülerinnen und Schülern auf, dass die Börse ein sehr altes und schönes Gebäude ist mit einem Bullen und einem Bären davor. Zu diesem Zeitpunkt war aber keinem so ganz klar, was es mit diesen beiden Tieren so auf sich hat. Im Gebäude angekommen, wurden noch einmal die wichtigsten Regeln wiederholt: sprich Handy auf lautlos stellen, Fotos nur ohne Blitz und keinen Blödsinn machen. Dann ging es zum Sicherheitscheck, der dem auf dem Flughafen in nichts nachsteht. Erst danach konnte die 9F in einem Präsentationsraum Platz nehmen, um wichtiges über die Geschichte der Börse und den Handel mit Aktien zu erfahren. Jetzt wurde allen klar, wofür Bulle und Bär stehen. Der Bulle macht beim Angriff mit seinen Hörnern eine Bewegung nach oben, er steht also für steigende Aktienkurse. Der Bär hingegen macht beim Angriff eine Bewegung nach unten und steht daher für fallende Kurse. Sehr interessant fanden die Schülerinnen und Schüler auch, dass sich derzeit in der Verwahrung der Frankfurter Börse 75 Millionen Wertpapiere befinden, die, wenn man sie aufeinanderstapeln würde, zweimal so hoch wären wie der Mount Everest. Da dies, wie man erkennen kann, sehr viele Wertpapiere sind, handeln nur noch manche Firmen die Papiere in gedruckter Form, die meisten Aktien existieren nur noch elektronisch.

Nach dem erhellenden Vortrag besichtigten die Holaner die Börse. Fernsehteams waren anwesend, die live von der Börse berichten und Moderatoren, die in die Kameras sprechen, waren zu bestaunen. Außerdem konnte man den Xetra-Spezialisten zusehen, die früher Börsenmakler hießen, wie sie auf dem Parkett in runden offenen Räumen, die weiß leuchten, mit Aktien handeln. Oben an der Wand sieht man rundherum eine Weltkarte aus Neonleuchten, auf der angezeigt wird, welche Börsen weltweit gerade geöffnet sind. Auf stets aktualisierten Tafeln kann man den aktuellen Stand der Aktienkurse ablesen. Außerdem wird auch der Kurs des Deutschen Aktien Index (Dax) angezeigt.

Sehr beeindruckt von dem Tag an der Börse verlassen die Schüler das alte Börsengebäude. Sie werfen noch einen skeptischen Blick auf Meister Petz – fest entschlossen, ihn während des „Planspiels Börse“ besonders genau im Auge zu behalten.







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