22 Dezember, 2011 - 0 Kommentare | 461x gelesen
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Sport für graue Zellen

Schulschachgruppe der Hohen Landesschule für Halbfinale qualifiziert


An einem kalten, nebligen Morgen kurz vor den Weihnachtsferien machen sich zwei Schülermannschaften der Hohen Landeschule (HOLA) mit ernsten Mienen auf den Weg nach Gelnhausen. Ihnen steht ein Kampf bevor, der ihnen viel abverlangen wird. Während der Busfahrt steigt die Nervosität, als die Umrisse der Kaiserpfalz erkennbar werden.


Schulschachgruppe der Hohen Landesschule für Halbfinale qualifiziert
Vor der mittelalterlichen Kulisse der altehrwürdigen Barbarossastadt wollen die Holaner heute zwar keine Tjosten reiten, aber der Tag verspricht ähnlich spannend und anstrengend wie ein mittelalterliches Turnier zu werden; die Schüler sind auf dem Weg zum Schulschachwettbewerb im Grimmelshausen-Gymnasium. Die „edlen Recken“ aus Hanau sind sich sicher, dass die erste Runde des Schachturniers für die Altersklasse der Schüler bis 12 Jahren eine schwere Herausforderung wird. In ihrer Gruppe sollen auch die weithin gefürchteten Gastgeber starten, die ebenfalls mit zwei Mannschaften ins Treffen gehen – außerdem mit dabei: ein Team aus der Bonifatiusstadt Fulda sowie der hochmotivierte Schachnachwuchs aus Niederaula, der die Runde der zwölfjährigen Schachmatadoren komplettiert. Das Turnier wurde im K.-o.-System gespielt, was in zivilisierten Zeiten bloß eine Metapher dafür ist, dass sich nur die beiden ersten Plätze für das Halbfinale qualifizieren können.

Die Spieler aus der Barbarossastadt waren die stärksten Teilnehmer im Turnier, bestand die Mannschaft der Gastgeber doch aus vier Vereinsspielern mit hochtrainierten Schachgehirnen. Und so war der Verlauf der Begegnung nicht verwunderlich. Die erste Mannschaft aus Gelnhausen hat ihre arglosen Gäste gleichsam niedergeritten. Sie gewannen alle Spiele mit 4-0. Gegen diesen Koloss kämpften für die Hohe Landesschule mit Löwenmut und rauchenden Köpfen an den Brettern der ersten Mannschaft: Kaan Timpel, Mert Senlik, Yusuf Aydin und Daniel Stauberg. Sie spielten hervorragend und mussten sich allein gegen den „semiprofessionellen“ Verband des Grimmelshausen-Gymnasiums geschlagen geben. Dank des gebündelten Einsatzes von Hirnschmalz und Nervenkraft konnten sie in einem schonungslosen Wettbewerb den ersehnten zweiten Platz des Turniers erringen. Damit hatte sich der intensive Einsatz von Geisteskräften für die Holaner gelohnt: die Hürde war genommen und über die Qualifikation für das Halbfinale herrschte im Team dann auch riesige Freude. Den respektablen dritten Platz erreichte der Schachnachwuchs aus Fulda.
Die zweite Mannschaft der Hohen Landesschule mit Robin Seifert, Dominik Schubert, Julian Hölz, Yasmin Burrwitz, Adrian Mehmeti und Yasin Ördeki zeigte gegen Gelnhausen, gleichsam in einem Duell „David gegen Goliath“, dass auch die Gastgeber nicht unschlagbar waren. Durch ein unglückliches Unentschieden gegen Fulda landeten sie jedoch schließlich auf undankbaren vierten Platz des Turniers. Alles in allem konnte das Hola-Team mit seinen Leistungen in diesem Turnier, das ihm die Qualifikation für die nächste Runde einbrachte, zufrieden sein. Für die jungen Holaner stand am Ende des Tages fest: sie werden noch mehr trainieren, damit das Halbfinale kein Kampf gegen Windmühlen wird.







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